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Absturz,der |
Einfachste Kunstflugfigur, die auch von Anfängern in kürzester Zeit
beherrscht wird. Obwohl kein Aresti Symbol bekannt ist, wird ein gelungener
Absturz mit vielen Bastelstunden in der Werkstatt belohnt. Der Absturz muss
als Kürfigur eingestuft werden, seine Einleitung ist nahezu beliebig, ja
sogar die Beteiligung eines 2. Piloten ist erlaubt , einzig der Ausflug ist
genau definiert und hat deutlich unterhalb der unteren Flugebene zu
erfolgen, dabei ist darauf zu achten, dass das Modell möglichst gleichzeitig
in alle Himmelsrichtungen weiterfliegt (so genannte Desintegration)
Hinweis: Diese Flugfigur sollte nur am Ende eines Kürprogramms platziert
werden.
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Acht, liegende |
Findet man am frühen Morgen (so gegen 11 Uhr) acht Liegende am Platz vor, so
deutet das darauf hin, dass man das jährliche Vereinsfest um ca. 12 Stunden
verpasst hat. Die restliche Zeit des Jahres kann man die Worte auch umdrehen
und eine Liegende Acht daraus machen, was dann ziemlich eindeutig eine
Kunstflugfigur bezeichnet.
Diese besteht aus 2 Vollkreisen die in gleich bleibender Höhe mit gleichem
Durchmesser in der Flugebene zu absolvieren sind. Dabei ist die
Anflugrichtung gleich der Abflugrichtung... wie man leicht sieht, sollte man
diese Figur erst ca. 48 Std. nach Ende jedweder Festivität üben...
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Akku, der |
Umgangskurzform von Akkumulator. Akkumulare heißt angeblich so was wie
sammeln... bezieht sich also vermutlich auf die Erfahrungen, die man mit dem
Ding sammelt bis sie gehen, oder meint den Vorgang, den man ausführt, wenn
die Akkus mal nicht gehen..
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| Augenmaß,
das |
Unter
Augenmaß versteht man die durch langjährige Übung erworbene Fähigkeit des
Modellbauers, jede Art von Material ohne Zuhilfenahme von Messwerkzeugen
exakt 2 mm zu kurz abzuschneiden. Weitere sichere Hinweise für exaktes
Augenmaß sind das exakte Rammen von Türrahmen mit empfindlichen
Leitwerksteilen, das gekonnte Einkürzen von Randbögen mit Hilfe von
Kofferraumdeckeln und das perfekte Einkürzen von Tragflächen auf die genauen
Abmessungen des Fangzaundurchlasses oder dem Abstand von 2 Weidezaunpfählen.
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Balsa, das |
Der deutschen Eiche eng
verwandter Baustoff, wächst angeblich schnell und gut in den Tropen, ist
aber in hiesigen Breitengraden trotz heftiger Einpflanzversuche (bis zu 300
km/h senkrecht in Ackerfurche eingebracht) nur in geschützten
Modellbaukästen anzutreffen. Der Hauptunterschied zur Eiche ist die
Lebenserwartung. Während Eichen mehre hundert Jahre alt werden können,
zerfällt Balsa meist in nur einer Flugsaison in kleine unansehnliche
Splitter.
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| Baum ,der |
blitzartig aus dem Nichts
auftauchendes Objekt, welches völlig ohne Vorwarnung mitten in der Flugbahn
eines Modells auftauchen kann. Besonders gefährlich sind in Rudeln
auftretende Bäume, auch als Wald bekannt. Übenden F3A Piloten sei dringend
geraten, sich mit den Wachstumsgewohnheiten von Bäumen zu befassen, nichts
ist ärgerlicher, als nach 10-jährigem Üben die unterste Flugebene von einem
Baum verstellt zu sehen...
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| Bier, das |
Tauschmittel, welches oft
in freier Form heidnischen Fluggöttern im Tausch gegen lange und
erfolgreiche Modelleben angeboten wird. Da die Götter oft nicht selbst
kommen können, finden sich einige medial veranlagte Vereinsmitglieder, die
sich bereitwillig als Mittler zwischen Fluggöttern und Erstflugaspiranten
betätigen.

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| C-Programm, das |
Bestimmte Figurenfolge,
die wenn man sie kann zur Folge hat, dass man in der Deutschen Meisterschaft
ganz oben mitfliegen kann. Wenn man sie noch nicht kann, sollte man
vielleicht mal einen Blick darauf riskieren.
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| Einziehfahrwerk, das |
Beliebte Möglichkeit, den
Nachmittag mit Basteln statt mit Fliegen zu verbringen. Gelingt es, nach dem
Start das Fahrwerk einzuklappen, blockiert dieses vermutlich kurz vor der
Endstellung, was einem das lästige Entladen des Empfangsakkus abnimmt.
Aufgabe des Einziehfahrwerkes ist es, die Punktrichter zu verwirren (wie
soll man da auch erkennen, wo oben und unten ist ???) und Maulwurfshügel zu
planieren.
Bei der Landung zeigt sich dann, warum das Einziehfahrwerk Einziehfahrwerk
und nicht Ausziehfahrwerk heißt. Die meisten Hersteller haben diesen Mangel
aber erkannt und haben es immerhin schon zu einem Ausfahr- und wieder
-wegklapp Prototyp gebracht.
Die einzig sichere bekannte Methode, ein Einziehfahrwerk im ausgefahren
Zustand zu verriegeln ist es, ein Modell in einem möglichst tiefen Acker zu
landen ...
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| Fachgeschäft, das |
Einzig bekannter Ort, wo
sich Modellflieger einfinden, ohne dass eine Kiste Bier in unmittelbarer Nähe
ist. Meist gebrauchte Worte sind „haben wir nicht“ und „bekommen wir nächste
Woche“. Vor allem dringend benötigte Teile werden dort mit Adjektiven wie
„ausverkauft“ und „vergriffen“ gekennzeichnet, dafür findet man dort aber
prima bunte Abziehbilder, jede Menge für den Kunstflug unbrauchbarer
Modellbausätze, sowie das neuste selbstleuchtende Spornrad.
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| Fangzaun, der |
dient der Sicherheit aller
am Platz Anwesenden. So kann man mit Sicherheit sagen, wer Vereinsmitglied
ist (steht auf der einen Seite des Fangzauns) wer Zuschauer ist (steht auf
der anderen Seite des Zauns) und wer Kleinkind ist (klettert im Fangzaun).
Findet sich an Stelle eines Kleinkindes ein Modell im Fangzaun hängend
wieder, so kann man sich schon auf ein paar neue Ausreden des betreffenden
Piloten freuen, der irgendwie dem Flugleiter erklären muss, wie sein Modell
in das für Überflüge aller Art strengstens gesperrte Gebiet geraten ist.
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| FoeN, das |
Abkürzung, steht für
F(lugzeug) o(hne) e(rkennbare) N(ennleistung).
Bezeichnet Impeller getriebene Fluggeräte, die, sofern sie elektrisch
betrieben werden, auch als Fön bezeichnet werden. Dabei ist das Verhalten
dieser E-Flieger, die bekanntlich mit einem Gummiseil auf Höhe geschossen
werden und dann unter Verheizen des Motors auf den Boden zurückzufallen so
typisch, dass ein warmer Fallwind nach diesen Modellen benannt wurde.
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| Fernsteuerung, die |
Versetzt den Erbauer des
Modells in die Lage, an Stelle von zufällig erzeugten Bewegungen des Modells
(Freiflug), gezielt verhängnisvolle einzuleiten.
Die Fernsteuerung besteht grundsätzlich aus
Sender
Empfänger
Servos
Sender:
mehr oder weniger rechteckige Kiste, meist mit 2 Joysticks versehen, ergänzt
durch eine je nach Wichtigkeit des Besitzers vielfältige Anzahl an Schaltern
und Schiebereglern. Der Sender übernimmt die Umsetzung von Fingerbewegungen
in hochfrequente Radiosignale, wobei bei Computersendern ein Weg gefunden
wurde, jede Art von nachvollziehbarem Zusammenhang zwischen Joystickstellung
und Ruderstellung zu vermeiden. In jedem Sender steckt ein Quarz der
bestimmt, welche Vereinskollegen zur Vermeidung von Störungen besonders gut
im Auge zu behalten sind.
Empfänger:
Auch rechteckig (könnte wohl sonst nie die Signale eines rechteckigen
Senders empfangen, oder ??) , dafür aber viel kleiner als ein Sender und
auch ohne Joysticks, was aber dem Einbau im Modell selbst sehr zu Gute
kommt. Der Empfänger hat die nahezu hoffnungslose Aufgabe, die vom Sender
erzeugen Radiosignale irgendwo zwischen der Deutschen Welle und dem
Deutschen Fernsehen aus dem Äther zu fischen und diese so aufzubereiten,
dass
auch ein billiges Servo eine Vorstellung davon bekommt, wohin es sich
stellen sollte, wenn es ein brauchbares Servo wäre. Auch im Empfänger findet
sich ein Quarz, der maßgeblich die Signale bestimmt, die der Empfänger
auszuwerten gedenkt. Langjährige Erfahrung hat gezeigt, dass sich die
Reichweite einer Fernsteuerung dann maximiert, wenn sich die Kanalaufdrucke
von Sender- und Empfängerquarz decken.
Servo:
Auch rechteckig... allerdings diesmal wieder mit beweglichen Anbauten, den
sogenannten Servoarmen. Das Servo hat die undankbare Aufgabe, die vom
Piloten vorgegebene Joystickstellung in eine bestimmte Stellung des
Ruderarmes umzusetzen. Es hat dabei gegen allerlei Unbill zu kämpfen.
Verklemmte Rudergestänge, leere Akkus, hohe Ruderdrücke, sowie falsche
Servowahl sind beliebte Gründe für Arbeitsverweigerung der Servos.
Hinweis: Bei Servos ist die Quarzwahl ohne Belang...
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| Hempels, die |
Bekannte Großfamilie,
deren Ruhm in Modellbaukreisen auf deren Wohnzimmereinrichtung fußt. Durch
die exotische Gestaltung des Wohnraumes unterhalb des Familiensitzmöbels
wurden für Generationen von Modellbauern Maßstäbe für die Ausgestaltung des
Hobbyraumes geschaffen.
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| Impeller, der |
Luftschraube im Rohr,
wurde entwickelt, um gefahrlos für alle 10 Finger vom Spinner her die aus
Sicherheitsgründen am Heck montierte Düsennadeln des Vergasers des
Zerknalltreiblings des Flugzeuges des Impellerpiloten .. äh.. verdrehen zu
können.
Wie leicht zu sehen ist, sind Impeller was kompliziertes.
Mit einem Motor betrieben, können sie in einen FoeN eingebaut oder als
Akkukühler dienen.
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| Latte, die |
Umgangsform von
Luftschraube, wird in Zoll gemessen und ist im Zweifel an allem Schuld, was
mit mangelhaftem Antriebswirkungsgrad zu tun hat.
Merke: Man sollte alle Latten auf einem Modell austesten. Nur die vom
Hersteller empfohlenen kann man getrost überspringen...
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| Luftschraube, die |
Meist am vorderen Ende
eines Modells montiertes Teil (Vorwitzige bauen so was auch ans hintere Ende
des Modells, wundern sich dann aber, dass sie den ganzen Dreck ins Gesicht
geblasen bekommen, wenn sie den Motor anlassen..), in der Form einem
Ventilator vergleichbar. Wird von einem Motor oder einem Zerknalltreibling
in Rotation versetzt. (Beim Zerknalltreibling rotiert eigentlich der Pilot
zuerst). Hauptaufgabe der Luftschraube ist es, den Rasen der Landebahn kurz
zu halten und durch unwuchtiges Laufen die Modellzelle und Fernsteuerung auf
Strukturschwächen hin abzuklopfen. Luftschrauben werden im Fachhandel nach
Größe, bei Anfängern nach Farbe und bei Experten nach Preis sortiert.
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| Maulwurf, der |
Einheimisches Säugetier,
welches in seiner geringen Sehkraft angeblich nur vom Punktrichter
übertroffen wird. Lebt meist knapp unterhalb von Startbahnen und baut dort
zur eigenen Sicherheit ein weitläufiges Tunnelsystem aus, was bei sog.
Landungen eine schnelle Flucht erlaubt. Der Maulwurf gilt allgemein als
nützlich, muss allerdings auch als natürlicher Feind des Einziehfahrwerkes
und der Holzluftschraube gelten, was seine Akzeptanz in Modellbaukreisen auf
die Fachhändlerschaft begrenzt.
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| Motor, der |
Kurzform von Elektromotor,
die Langform wird aber nur in Gegenwart von Zuschauern und Anfängern
benutzt, um eine Verwechslung mit Zerknalltreibling zu vermeiden. Letzter
dient bekanntlich dem Erfinden von neuen Lärmschutzauflagen, ersterer der
Förderung von wirtschaftlichen Randgebieten im Raume Kassel...
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| Platz, der |
Kurzform von Flugplatz.
Flugplatz sagen aber nur Piloten von Wiesenschleichern, bei denen hat eh
alles mehr Zeit... Der Platz ist meist zentral um eine Bierkiste herum
gelegen und verfügt über eine für den Modellflug typische Infrastruktur:
Windrichtungsanzeigehilfsgerätschaft
wird auch oft als Windsack bezeichnet, was aber Blödsinn ist.. Oder kennen
Sie einen Sack, der an beiden Enden offen ist ??? Kann bei Experten auch als
PYLON dienen und ist in dieser Funktion vor allem eine echte Freude für die
Modellbauindustrie.
Startbahn
zuweilen auch für Landungen genutzt .
Luftsieb
um größere ballistische Flugobjekte zu filtern, die Kratzer im Autolack
hinterlassen könnten. Der Begriff Fangzaun wird nur von Anfängern verwendet
und erklärt sich leicht aus dem Eindruck, dass das Luftsieb Anfängermodelle
magisch anzieht und gleichsam einfängt.
Gerätehangar
was drin ist, wissen nur max. 3 Vereinsmitglieder, die restlichen verlassen
fluchtartig den Platz, sollte sich die Öffnung des Gerätehangar
ankündigen... Nur Anfänger verkennen die drohenden Zeichen für Arbeiten am
Platz, lernen aber schnell dazu...
Vereinsheim
wurde in erster Linie zum Schutz der Bierkisten vor Regen erstellt und
befindet sich folgerichtig dort, wo die Bierkisten stehen.
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| Plettenberg, der |
Namhafter Entwickler von
Motoren und Erfinder von Wirkungsgraden > 90 %.
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| Punktrichter, der |
einziger, der offenbar
keine Ahnung von gar nichts hat. Liegt den ganzen Tag im Liegestuhl und
guckt dabei in die Sonne und macht mystische Zeichen auf Blättern, die von
hektischen Gestalten hin und her transportiert werden. Obwohl 99 % aller
Piloten genau wissen, wie man es als Punktrichter besser machen kann, finden
sich max. 1% von diesen bereit, es besser zu machen. Statt Dank bekommen
diese dann im allgemeinen nur ein Freibier und einen Sonnenbrand
spendiert...
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| Startbahn, die |
Quer zur jeweiligen
Windrichtung angelegte rechteckige Fläche, wobei die Länge die Breite
deutlich übertrifft. (Sollte das nicht der Fall sein, beobachten Sie die
Landebahnenden genau... Jeweils ein Tor zu sehen ?? Wenn ja, sollten Sie das
Modell ein- und den Fußball auspacken...). Die Startbahn ist der bevorzugte
Aufenthaltsort von Maulwürfen und Zuschauern, wobei beiden wirkungsvoll mit
einer Schaufel begegnet werden kann.
Weiterhin ist die typische Startbahn um ca. 2m zu kurz, was an dem Graben
liegt, der das Ende markiert. Reicht die Länge der Bahn genau zum Abheben,
so liegt das an dem Buschwerk, welches Abends Mückenschwärmen und tagsüber
Modellflugzeugen als Heimstätte dient.
Ist weder Graben noch Busch- oder Baumwerk vorhanden, gucken Sie noch mal
ganz genau nach. Wirklich keine Tore da?
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| Störung, die |
Begriff aus dem Bereich
der Nachrichtentechnik, beschreibt die Verfälschung eines
Nachrichteninhaltes die soweit gehen kann, dass die Nachricht unverständlich
wird. Im Bereich des RC-Modellbaus wird der Begriff "Störung" meist mit
einem doppeltem Ausrufezeichen versehen in die ansonsten stille Natur
gebrüllt und dient als Aufforderung, natürliche Deckung auf- und den Himmel
nach abstürzenden Modellen abzusuchen. Die Störung bezieht sich dabei meist
auf eine gestörte Funkverbindung zum gesteuerten Modell. Es soll allerdings
auch vorkommen, dass bei Flügen über parkende Autos, lebende Personen oder
für den baldigen Verzehr vorgesehene Tiere sich der Begriff "Störung" auf
den Geisteszustand des Modellpiloten bezieht.
Im ersteren Fall handelt es sich oft um eine gemeinschaftlich eingeleitete
Kunstflugeinlage, wobei der Besitzer des fliegenden Modells unter Mithilfe
eines Vereinskollegen, der eigentlich erst neuerdings (seit 1952) den
gleichen Fernsteuerkanal nutzt , die Belastbarkeit seines Modells
anschaulich demonstriert, während der noch am Boden befindliche Kollege die
Gewissheit bekommt, dass sein Fernsteuersender ziemlich genau die gleiche
Feldstärke in 150 m Entfernung erzeugt wie der des fliegenden Kollegen. Das
meist anschließende Freudenfeuer bietet dann für beide Gelegenheit, sich
über die gemachten Erfahrungen reichlich auszutauschen.
Oft bedeutet Störung aber auch soviel wie:
Prima, endlich ist mein Akku leer !
Guckt mal, wie gut ich löten kann !
Ich ziehe meine Sendeantenne immer erst im Flug aus !
Endlich ist das Servo, welches schon seit 2 Tagen spinnt, ganz ausgefallen !
Es kommt allerdings auch vor, dass auf Grund von nicht genehmigten
Funkanlagen (-> drahtlose Telefone, Piratensender..) Funkstörungen im
eigentlich Sinne des Wortes entstehen. Dieses erfordert allerdings entweder
sehr hohe Leistungen des Störsenders oder eine geringe Entfernung des
Störsenders zum Modell. Wichtig: Nur im 35 MHz Band finden Flugmodelle eine
exklusive Lücke! Sollten hier reproduzierbare Funkstörungen beobachtet
werden, unbedingt versuchen, irgendwo einen Kontrollempfänger aufzutreiben
(Scanner). Sollte sich dann eine störende Aussendung beobachten lassen,
unverzüglich den Funkstörmessdienst der Deutschen Bundespost benachrichtigen
!
! ! ! Betrieb von Flugmodellen auf 40 MHz oder 27 MHz ist aus
Sicherheitsgründen abzulehnen ! ! !
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| Tiefflug, der |
Flugfigur, die der
optischen Kontrolle des Fluggerätes dient und einen Blick auf die Oberseite
des Modells in Draufsicht erlauben sollte. Echter Tiefflug ist nur mit einem
Einziehfahrwerk auf maulwurfsfreiem Gelände möglich.
Sollte beides nicht zur Verfügung stehen, so kann der Anfänger statt dessen
diese Figur in Rückfluglage üben, hier stört dann das Fahrwerk nicht
sonderlich und ein Maulwurfshügel erzeugt am Seitenleitwerk deutlich weniger
störende Momente als an einem Fahrwerksrad.
Zudem garantiert ein Tiefflug in Rückenlage den aufmunternden Zuruf „ZIEHEN
!!!!“ von mindestens 30 % der anwesenden Vereinskollegen.
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| Verein, der |
Wilder Haufen, der dem
Modellbau verfallen ist, listig die Lücken im deutschen Vereinsrecht
ausnutzend einen Weg suchend, die Geldausgabe für den Modellbau mit Hinweis
auf die 99 anderen, die viel mehr Geld für neue Modelle ausgeben, zu
rechtfertigen. Allen Modellbauvereinen gemein sind:
mindestens 3 Bierkisten, wobei eine laut ungeschriebenem Gesetz voll zu sein
hat !
ein Platz (wo sollte man sonst 3 Kisten Bier lagern ???)
ein Platzwart (wer sollte sonst dafür sorgen, das sich die 3 Bierkisten
mitten zwischen wohl gepflegtem Grün wohl fühlen ?)
ein Kassenwart (wer sollte sonst dafür sorgen, dass die eine Kiste nie leer
wird ?)
die Rentner Gang (wer sollte sonst dafür sorgen, das mindestens 2 der 3
Bierkisten leer sind ?)
Jugendgruppe (darf noch kein Bier trinken, betreibt statt dessen Modellflug
und fliegt bei Vereinswettbewerben alles in Grund und Boden)
ein Vorsitzender (beruft die Jahreshauptversammlung ein, die dann die
wichtigen Funktionsträger wie Platzwart und Kassenwart wählt, kurzum, ohne
Vorsitzender keine Bierkisten...)
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| Vereinsmitglied, das |
augenscheinlich humanoides
Wesen, welches jeder Erfahrung spottend darauf hofft, dass an Wochenenden
kein Regen fällt, der Wind keine Bäume entwurzelt und die Schneehöhen die
Zufahrt zum Fluggelände gestatten. Auf diese geringe Chance spekulierend,
ist dieses Wesen bereit, einen Teil seines jährlichen Einkommens für das
Anlegen eines Maulwurfbiotops mit Windrichtungsanzeigegerät auszugeben. Das
in dieser Verhaltensweise angehäufte Frustrationspotential ist eigentlich
nur in Selbsthilfegruppen Gleichgesinnter zu ertragen, so dass
Vereinsmitglieder meist in Rudeln auftreten. (-> Verein)
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| Vergaser, der |
Bauteil des
Zerknalltreiblings, welches dazu dient, jedem Vereinsmitglied die
Möglichkeit zu geben mindestens einmal daran zu drehen, um festzustellen,
dass der „Motor“ jetzt richtig läuft.
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| Wecker, der |
Mechanischer oder
elektromechanischer Quälgeist, dessen Qualität von entscheidender
Wichtigkeit für Wettebewerbsflieger ist. Neben der richtigen Auswahl des
Fluggerätes und ausdauerndem Training ist die sichere Bedienung des Weckers
die ausschlaggebende Komponente für den Erfolg bei Wettbewerben, die
bekanntlich nicht unter mindestens 4 Std. Anfahrt zu erreichen sind und um 8
Uhr morgens beginnen. Elektroflieger machen häufig den Fehler, zu leisen
Weckgeräten zu tendieren, die in sicherer Entfernung zum Bett aufgestellt
keine nennenswerten Schallerereignisse auslösen können. Wer auf Nummer
sicher gehen will, sollte den eigenen Wecker sicherheitshalber einmal so
gegen 3 Uhr morgens am Fuße des nächst größeren Wohnhochhauses testen. Bei
weniger als 10% Weckerfolg sollte man das System wechseln.
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| Zerknalltreibling, der |
nostalgischer Versuch, aus
fossilen Energieträgern neben Lärm, Wärme und Vibrationen ein wenig Vortrieb
für ein Modellflugzeug zu gewinnen. Seltsamerweise wird der Lärm durch
Umweltschützer und Schalldämpfer, die Wärme durch einen an der Spitze des
Modells montieren Ventilator bekämpft, so dass eigentlich nur noch die
Vibrationen zur Vortriebsgewinnung genutzt werden können. Das ganze scheint
nach dem Prinzip der angetrieben Flosse zu funktionieren, jedenfalls pflegen
die Ruder eines mit einem Zerknalltreibling ausgestattetem Modells heftig zu
schlagen, was dann wohl den Vortrieb erzeugt...
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| Zuschauer, der |
Einziger am Platz der
weiß, wie es geht. Erkennt Thermik an der Farbe der Luft und kommentiert
fachkundig jede Landung durch lautes Aufzählen von Wochentagen. Beherrscht
auch die Physik, was durch mächtige Thesen wie „es ist noch keiner
oben geblieben“ oder „runter kommen sie alle“ nachdrücklich unter Beweis
gestellt wird. Das hohe Maß an Durchblick verblüfft um so mehr, da die
wenigstens Zuschauer des Lesens mächtig scheinen - jedenfalls sofern es um
Sicherheitshinweise auf an sich unübersehbaren Schildern geht.
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